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HipHop-Musical "Fatmir, der Knecht"
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Ein HipHop-Musical nach Jeremias Gotthelf - Die dritte Staffel.
-> siehe auch die letzjährigen Produktionen "Endstation 14"(2004) & "Block A Dream" (2005)

Die Musik wird im Vorfeld von Edi Modespacher und BM alias Raphael Sollberger, sowie Grooves, Texte, Raps, Vocs zusammen mit den Jugendlichen produziert und im moeMusic Studio eingesungen, resp. eingespielt.
Gesungen wird an den Aufführungen live. Einige Instrumente werden nebst der Stimmen ebenfalls live gespielt.
Das Event findet wieder unmittelbar vor dem Block A statt, dem vordersten Hochhaus im Gäbelbach.

DANKE GAEBELBACH!!! Und wieder habt Ihr uns so herzlich empfangen! Danke auch den zahlreichen HelferInnen, die uns mit ihrem riesigen Einsatz geholfen haben!
Im speziellen geht ein Dank an Bruno Blunier und Familie, sowie an André Mauerhofer und Familie die fast so oft helfend auf dem Platz waren wie wir selber...
Zudem danken wir Prisca, Migge, Martina, Chrige, Alessia, Bruno und André, die in den Video-Reportagen mit ihrem Schauspiel getrumpft haben... und sogar ihren Ruf aufs Spiel setzten ;-)

SchauspielerInnen: Ardita Axhami, Lukas Stucki a.k.a. Juan, Laura Fabricky, Valentin Hebing a.k.a. Dr. C, Riccardo Licitra, Raphael Sollberger a.k.a. BM, Larissa Kläusli, Luca Renzi, Sarah Aeschbacher, Asita Streit, Markus Felber, Omnia Solimann, Noemi Munoz, Danilo Licitra und verschiedene Anwohner und Anwohnerinnen.

Regie: Christoph Hebing, Junge Bühne Bern
Musikalische Leitung & Musikproduktion:
Edi Modespacher
Musik: Raphael Sollberger a.k.a. BM & Edi Modespache a.k.a. ecj

Choreografie: Andrea von Gunten
Produktionsleitung:
Michael Röhrenbach

Video: Michael Spahr, Optickle
Bühne: Beni Küng, Stadttheater Bern
Kostüm: Janine Thomet
Tontechnik: Edi Modespacher, Lukas Loosli, Philippe Marti
Licht:
Barbara Widmer, Regina Bühlmann
Dramaturgie: Regula Mentha

 

Proben: ab Februar 2006

Premiere: 24. August 2006
Spielzeit: Do. 24./Fr. 25./Sa. 26. August 2006 je 20:30
Schulvorstellungen: Do. 24./Fr. 25. August je 10:30
Wo: Openair vor dem Block A in Bern Gäbelbach, Weiermattstrasse 20 – 36
OeV: Endstation Bus 14

CD-Produktion: Die CD "Fatmir der Knecht", Soundtrack vom Musical kann hier bestellt werden. (Fr. 15.-)

 

 
 
 
Weitere Informationen
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Kurz
Frei nach Jeremias Gotthelfs ähnlich lautendem Roman spielen Jugendliche aus Bern West ihre Interpretation des Konflikts zwischen Pflichtbewusstsein und Chillfaktor, zwischen Heimweh und Fluchtfieber, zwischen liebenwollen und loslassen können. Und dass sich die Sprache Gotthelfs nicht nur zum Fluchen, sondern auch zum Rappen eignet, wird man in Bern West hören und sehen.

 

„ Fatmir, der Knecht“ Die Geschichte
Im Altpapier findet der Automechanikerlehrling, Secondo und Vorstadt-Rapper Fatmir eine alte Schwarte von Gotthelfs Erziehungsroman und entdeckt, dass sich dessen Idiom hervorragend zum rappen und toasten eignet. Er ist begeistert von der kräftigen Sprache und macht sie zu seiner. Den Jargon vom Anne Lisi zum Beispiel:
„ ...Schäme dich, du wüeste Hung du! Du wirst doch nicht wollen wüest tue wie die andere Schysshüng? Du dolderschiessige Grännihung, weisst du nicht mehr was du mir gesagt hast? Du verfluchte Lumpenhung was du bist! Soll ich dir dBsinnig mache umezcho? Einen solchen Zyberligränni finde ich hinter jedem Zaunstecken. Nei, beim Dolder, eine so leidige More bin ich denn nadisch nicht! Häb nit öppe Kummer, ich well dih! ...“

Fatmir trägt den Stoff in seinen Kollegenkreis aus Jokern, Hängern, Coiffeusen, Machos und Loosern. Nicht unähnlich wie in Plenzdorfs „Die Leiden des jungen W.“ applizieren die Jugendlichen die Irrungen und Wirrungen von Uli, Vreni, Käthi und Konsorten immer mehr auf ihre eigenen Lebensbedingungen und ihre Umgebung. Neben dem Vreni, die Fatmir in Liebesdingen Treue und Eindeutigkeit abverlangt, findet Fatmir immer wieder Unterstützung und Durchhaltevermögen bei Käthi, die in derselben Bude ist, im dritten Lehrjahr.
Ausserdem gibt es noch die Erwachsenenwelt: Eltern, Arbeitskollegen, BIZ-BeraterInnen,
Lehrmeisterinnen und Lehrmeister mit denen die üblichen Auseinandersetzungen über Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Arbeitseinstellung geführt werden.

Bei seinen Lehr- und Wanderjahren wird Fatmir von einem anderen Rapper begleitet.
Er ist überall dabei. Bei Fatmirs Schritten in die Erwachsenenwelt, seinen Erfahrungen, Erfolgen und Rückschlägen im öffentlichen wie im privaten Leben. Bei seinen Begegnungen mit Führern und Verführern. Seinen Gedanken, seinen Kämpfen und vor allem bei seinen Fluchten in Hudeln, Niedersingeten, Tschämeln, Aussaufeten, Schiesseten, Abendsitzen, Springeten und Gschleipfen mit losen Menschern.
Er ist auch dabei, wenn sich Fatmir und Vreni begegnen, die mit ihrer Lehre als Coiffeuse, in die sie hinein gerutscht ist, nicht glücklich ist.
Der Andere stellt sich mehr und mehr als Fatmirs Alter Ego heraus, die zweite Seele in seiner Brust. Am Ende kommt es zwischen den beiden zu einem erbitterten Kampf auf Leben und Tod.

Eine weitere begleitende Ebene bietet das nicht wirklich erfolgreiche und in seiner Existenz bedrohte Team des lokalen Fernsehsenders Tele Gäbelbach. Mit ihren Reportagen führen sie das Publikum von Spielort zu Spielort: Dem Coiffeursalon, der Autowerkstatt, dem TV-Studio und dem Platz, the place, wo alle herumhängen und sich austauschen. Tele Gäbelbach entführt uns via projizierten Beiträgen aber auch zu weiteren Orten, die wir nicht auf der Bühne sehen, führt Interviews beim „Griechen“ und berichtet über Geschehnisse in der Waschküche, bei Denner und am Kiosk.

Mehr als anderthalb Jahrhunderte nach dem Erscheinen von Gotthelfs Erziehungs- und Entwicklungsroman, finden die Jugendlichen des Theaterclubs Bern West in ihrem heutigen Leben bei ihresgleichen und den Erwachsenen Entsprechungen für den suchenden Uli, den grundguten Bodenbauer, den betrügerischen Wirt, die Garnlise, den durchtriebenen Glunggenbauer Joggeli, die prahlerische Küherstochter Anne Lisi, das lächerlich materielle Elisi, das brave Kuderjoggelis Anne Bäbi, den Baumwollenhändler und natürlich das flinke, kluge und lustige Vreneli.

Bei aller Derbheit bejahen die ProtagonistInnen das Leben. Sie gehen über die Predigt von Bitzius hinaus und sind sich bewusst, dass die Hand mehr Finger hat als nur den Zeigefinger, und dass fünf Finger noch keine Faust sind.
Sie lernen das Geheimnis des „Namens“ kennen. Dass der Name die Ursuche allen Glücks oder Unglücks ist und dass man sich seinen Namen selber schafft, mit Tun und Lassen, mit Worten und Werken. „Dieser Name öffnet oder versperrt uns die Herzen, macht uns wert oder unwert, gesucht oder verstossen. Wie gering ein Mensch auch sein mag, so hat er doch einen Namen.“ Sie lernen: „Alle Menschen sind hochgeboren, denn alle sind Gott verwandt, alle tragen in sich die schöpferische Kraft.“ Und sie hören von der Würde und Unersetzlichkeit des Menschen.
Die Jugendlichen finden aber auch eigene Worte für ihren Kampf um Integration in Arbeitswelt und Gesellschaft. Neben dem Berndeutschen werden Albanisch, Spanisch, Serbokroatisch, Türkisch und Italienisch weitere Song- und Bühnensprachen sein.

 

Rahmen
Als Form für „Fatmir, der Knecht“ ist das HipHop Musical gesetzt.
HipHop und Rap sind ursprünglich Ausdrucksformen, um gewalttätige Auseinandersetzungen zu vermeiden. Sich mit Tanz und Rap herauszufordern und zu „battlen“, anstatt mit Fäusten. Es geht nicht darum, sein Gegenüber zu verletzen, sondern aufzuwecken und anzusprechen. Auch wenn kein Blatt vor den Mund genommen wird. Jugendliche verschiedenster kultureller Herkunft messen sich auf eine kreative Weise, indem sie gegen- und miteinander tanzen, rappen und toasten.
„ Fatmir, der Knecht“ bietet dazu ein professionelles Umfeld.
Wie die beiden vorangegangenen Projekte „Endstation 14“ und „Block A Dream“ ist auch „Fatmir, der Knecht“ ein sozio-kulturelles Projekt. Es holt die Jugendlichen des Theaterclubs Bern West dort ab, wo sie stehen: Sie wohnen mehrheitlich in der Agglomeration, sind selber die Lehrlinge, Absolventen von Zwischenlösungen, und Arbeitslosen, bevor ihr Erwerbsleben überhaupt begonnen hat. Aus dieser Sachkenntnis heraus gestalten und spielen sie die Figuren.

Das HipHop-Musical wird vom Gäbelbach Verein und Quartierverein Holenacker unterstützt!

Presse:

BernerZeitung
24.8.06

Bund
24.8.06

Surprise
14.8.06

 


Internet:

Westwind
Clubgirl
Candy from a stranger

 


 
 
 
Musikbeispiele (stark komprimierte MP3-Files, gekürzt)
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Musik:
Edi Modespacher (ecj / moeMusic)
& Raphael Sollberger (bm / candy from a stranger)

Produktion:
moeMusic productions

01 fluechsprächxang (MP3/1.4 MB) vox: Raphael Sollberger (bm) &Lukas Stucki (Juan)

02 be as it may (MP3/736 KB) vox: Laura Fabricky

03 hanger (MP3/1 MB) vox: Riccardo Licitra

04 hello fatmir (MP3/936 KB) vox: Raphael Sollberger (bm) & Omnia Solimann

05 tag für tag (MP3/972 KB) vox: Lukas Stucki (Juan)

06 weiss nid wär du bisch (MP3/1 MB) vox: Raphael Sollberger (bm) & Laura Fabricky & Lukas Stucki (Juan)

07 fatmir vs. fatmir (MP3/964 KB) vox: Raphael Sollberger (bm) & Lukas Stucki (Juan)

dies ist ein Auszug aus dem Musical...
auf der CD sind alle 11 gesungenen und gerappten Songs drauf!

Die CD "Fatmir der Knecht" - Soundtrack vom Musical kann hier bestellt werden. (Fr. 15.-)

 

Zudem wird an dieser Stelle die EP "Ärdbeerglace" vom BM (Fatmir) von moeMusic und Junge Bühne Bern supported:

 

 

Ärdbeerglace
pre-release vom album
candy from a stranger

die CD Ärdbeerglace kann unter www.candyfromastranger.ch bestellt werden!

Musik:
Raphael Sollberger (bm / candy from a stranger)

Produktion:
moeMusic productions